20. Dezember 2012

Die Himmelsbraut von Astrid Fritz



ISBN: 978-3-463-40624-4
Genre: Historischer Roman
Verlag: Kindler Verlag
Seitenanzahl: 480 Seiten
1. Auflage 21. September 2012 Hardcover

Klappentext
Auf Burg Holderstein erlebt Antonia, was man eine ideale Kindheit nennt: Trotz des frühen Verlusts der Mutter erfährt sie als Jüngste unter vier Geschwistern ein harmonisches Familienleben. Der Höhepunkt des Tages ist für sie, den Unterrichtsstunden des Kammerfräuleins zu entkommen und mit ihrem Freund Phillip in die Natur auszureiten. Als Phillip ihr eines Tages von einem gewissen Martin Luther erzählt, der die Grundsätze der katholischen Kirche anzweifelt und dessen Flugschriften schon die Runde machen, ahnt sie noch nicht, dass ihre heile Welt in Kürze zusammenbrechen wird. Ihr wird ihr Zuhause genommen, ihr wird Phillip genommen, und sie wird zu einem Leben gezwungen, für das sie sich niemals freiwillig entschieden hätte: ein Leben im Kloster, noch dazu ein hochgefährliches. Denn längst haben sich die Bauern im Land zusammengeschlossen und bekämpfen alles, was mit dem alten Glauben zusammenhängt. Aber Antonia wäre nicht Antonia, wenn sie nicht bis zuletzt an ihrer eigenen Überzeugung festhalten würde: dass am Ende alles gut werden kann, wenn man es nur will.

Lange musste ich warten, bis ein neues Buch von meiner Lieblingsautorin rauskam und dann auch noch einfach so, ohne das ich es mitbekam *_* Durch Zufall auf Facebook durch die Verlagsseite >.< Naja, meine Mission war dann,  das Buch sofort zu kaufen und zu lesen. Ich hab's auch relativ schnell gelesen gehabt, nur hab ich wieder endlich lange Zeit gebraucht, um die blöde Rezi zu schreiben. Habt ihr das auch in letzter Zeit, Rezi Unlust? Also bei mir gerade schon :)

Okay kommen wir zum Buch. Die junge Antonia verliert früh ihre Familie und wird von ihrem neuen Vormund zusammen mit ihrer Schwester ins Kloster geschickt. Nicht nur das sie ihre Familie verloren hat, nein jetzt auch noch ihre Freiheit und ihren Kindheitsfreund Phillip...
Die Anbrechende Reformation und der darauf wachsende Hass auf die Katholiken und dementsprechend auf alle Geistlichen in den Klöstern, macht es Phillip nicht sehr leicht, seine Antonia ziehen zu lassen... Wie kann er sie nur aus dieser Situation befreien?

Astrid Fritz ist meine Lieblingsautorin im Bereich historischer Romane. Ihre Bücher strahlen für mich eine solche Authentizität aus, das man sich regelrecht als Besucher an Ort und Stelle wiederfindet. Auch ihre Geschichten klingen sehr realistisch, besonders aufs Ende hin bezogen. Es muss nicht immer ein Happy End geben. Im Mittelalter war es nicht immer leicht und ja, Vergewaltigungen kamen ziemlich häufig vor. Die Liebe kam auch nicht zu kurz. Genau diese Mischung UND geschichtliche Aspekte haben mich bei Ihren Büchern sehr gereizt.
Wie auch in diesem Buch als ich den Klappentext gelesen habe. Gezwungen ins Kloster zu gehen. Jugendliebe. Reformationszeit. Klingt ziemlich interessant oder nicht? Für mich auf jeden Fall. Bis ich das Buch dann gelesen habe.

Die Geschichte wird abwechselnd in Kapitel aus der Sicht von Antonia oder Phillip erzählt. Größtenteils geht es aber um Antonia. Wie sie sich durch ihr Leben durchkämpft usw. Über Phillip kriegen wir auch so einiges mit wie zum Beispiel, das er den Ansichten von Luther sehr angetan ist aber nicht auf Gewalt steht. Naja und so weiter. Man merkt, das sich Beide charakterlich immer weiter entwickeln und älter werden, dementsprechend klüger handeln.
Trotzdem bin ich anderes von der Autorin gewohnt. Das Buch ist interessant und das Thema wirkt nie asbach aber gen Ende hin verlief mir alles so nach Iny Lorentz. Friede, Freude Eierkuchen oder total vorhersehbares Happy End. Okay, das darf auch mal vorkommen aber die Ereignisse überschlugen sich und es lief mir doch alles viel zu schnell und glatt über die Bühne. Dieses Gefühlt, der Autor hat keine Lust mehr und will das das Buch jetzt endet. Wenn ich da an das brillante Ende von Die Hexe von Freiburg denke.... ein Traum aber das hier...

Die Himmelsbraut ist ein schöner historischer Roman von Astrid Fritz der auch wieder etwas Politisches aus der Zeit anspricht (hier Reformation). Trotz gelungenem Aufbau der Handlung, hat mich das Ende herbe enttäuscht, da es so lieblos und abrupt endet.
Wem das nicht stört, hat mit diesem Buch keinen Fehlkauf begangen und kann das Buch in aller Ruhe bis zur letzten Seite genießen. Für alle Leser geeignet die sich für Frauenschicksale im Mittelalter interessieren.







12/20/2012 / by / 0 Comments

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